Metadaten

Metadaten –  Daten, welche die Informationen über die Datenbanken enthalten. Diese Liefern die Antworten auf die Hauptfragen: was, wer, wo, wann und wie? Wir erhalten also eine allgemeine Charakteristik der Datensammlung, Informationen über die für die einzelnen Daten, für die räumliche Reichweite und für die Aktualität der Daten verantwortlichen Institutionen, sowie über die Verfügbarkeits- und Nutzungsmöglichkeiten dieser Daten. Aufgrund dieser Antworten können wir die Nützlichkeit der Datensammlungen für die Anwendung in dem für uns interessanten Bereich bewerten.

Standards der Metadaten

ISO 19115

Die Norm 19115 Geographicinformation-Metadata der Internationalen Organisation für Normung (International Organization for Standardization - ISO) wurde vom Technischen Komitee TC 211 für geographische Information erarbeitet und im Mai 2003 veröffentlicht. Deren Inhalt ist ein Ergebnis einer breiten internationalen Zusammenarbeit unter der Teilnahme von Vertretern aus 33 Ländern und 12 Organisationen, welche unter der Berücksichtigung von vielen Erfahrungen, die bei der Erarbeitung und Anwendung früherer Metadatennormen (die Norm 12657 der Europäischen  Organisation für Normung (Comité Européen de Normalisation - CEN) aus dem Jahre 1998 und die Norm des US-Föderalen Komitees für Geographische Daten (Federal Geographic Data Committee - FGDC) aus dem Jahre 1994) gesammelt worden sind, geführt wurde.
Die Norm definiert das Model der Beschreibung der geographischen Information und der mit ihr verbundenen Service-Leistungen. Das Modell liefert Informationen über die Identifizierung, den Bereich, die Qualität der räumlichen und zeitlichen Schemen, Bezugssysteme und die Vertreibung der digitalen geographischen Daten. Das in der Norm definierte Schema identifiziert die Entitäten der Metadaten und deren Bestandteile und bestimmt deren Organisation durch die Festsetzung zwischen ihnen von entsprechenden Abhängigkeiten und Verknüpfungen. Für jede Entität und jedes Element der Metadaten definiert das Schema eine Bezeichnung, einen Bereich und eine Auftretungspflicht (obligatorisch, fakultativ oder bedingt). Auf diese Weise setzt das abstrakte Normenschema sowohl das minimale, wie auch vollständige Applikationsmodell der Metadaten fest und gewährleistet die Möglichkeit der Anpassung der Beschreibung an den Bedarf eines konkreten Bestandes an graphischen Informationen.

ISO/CD TS 19139

Die Norm 19139 Geographicinformation-Metadata-XML schemaimplementation der Internationalen Organisation für Normung (International Organization for Standardization - ISO) wurde vom Technischen Komitee TC 211 für geographische Information im April 2007 erarbeitet. Der Bedarf deren Ausarbeitung resultierte aus dem Grund, dass das Metadatenmodell, das in der Norm ISO 19115 enthalten ist, einen abstrakten Charakter hat und dessen einzelnen Implementierungen können sich voneinander, je nach der durch die jeweiligen Hersteller angenommenen Interpretation, unterscheiden. Die vorgeschlagene technische Spezifikation bestimmt das einzig richtige UML-Interpretationsmodell für das abstrakte Metadatenmodell ISO 19115 und definiert das ihm entsprechende XSD-Schema für die Bedürfnisse der Metainformationensammlung und –Übertragung.